Das Wetter bereitet uns schon langsam auf Deutschland vor, es war heute ziemlich bewölkt und nicht mehr so wirklich heiß, wie wir es gewohnt waren. Der Sprit im Tank reicht wahrscheinlich noch genau bis auf den Hof von Alamo, wo wir das Auto morgen früh wieder abgeben werden. Der gute Dodge ist ziemlich dreckig, obwohl wir ihn einmal zwischendurch gewaschen haben, aber auch von innen sieht man ihm an, dass wir über 5000 Meilen damit gefahren sind und der Staub einiger Nationalparks klebt immer noch am Armaturenbrett. Etwas traurig, packen wir jetzt gleich unsere Sachen, morgen früh um 04:00 Uhr klingelt der Wecker, um 08:25 Uhr Ortszeit (in DE wird’s Samstagabend sein) geht unser Flug zunächst von L.A. nach Detroit, von dort weiter nach Amsterdam, um uns letztendlich wieder am Sonntagmorgen in Bremen von der KLM absetzen zu lassen. Montag ist wieder Arbeiten angesagt, aber erstmal haben wir zumindest noch ein Stück vom Sonntag. Fazit nach 4 Wochen USA: Es war auf jeden Fall eine Erfahrung und wir können es so oder ähnlich jedem empfehlen, der nach ein wenig Abenteuer und Abwechslung in seinem Urlaub sucht. Es gibt hier eine Menge zu sehen, egal ob Mega-Großstadt oder einsame Wüste, die gesammelten Eindrücke sind sehr vielfältig und umfangreich. Ich denke vieles wird einem erst wieder zu Hause bewusst. So ging es mir zumindest nach meiner ersten USA Woche im Jahr 2006. Man sieht in Film und Fernsehen viele Orte an denen man gewesen ist und kann ein Stück weit mehr mitreden, wenn es um die USA geht, wenngleich man nur einen kleinen Teil des Landes gesehen hat. Aber trotzdem waren es fast 4 Wochen alltägliches Leben, wie z.B. Lebensmittel kaufen, Tanken, Smalltalk mit den Leuten usw., die einem einen Eindruck verschaffen, wie die Welt hier läuft. Das alle Preise ohne Steuer ausgeschrieben sind und diese beim Bezahlen noch draufgeschlagen wird, dass der Sprit an den Tankstellen zum großen Teil im Voraus bezahlt wird (wenn man bar bezahlt), dass Hotel- und Motelpreise unter der Woche extrem günstiger sein können als an den Wochenenden, dass es üblich ist vom Zimmermädchen bis zum Tourguide Trinkgelder zu geben, da diese einen Großteil des Einkommens ausmachen, die Ampeln hier hinter der Kreuzung stehen und von rot direkt auf grün umspringen, man hier trotz roter Ampel rechts abbiegen darf (es sei denn es ist per Hinweisschild verboten), man hier rechts überholen darf , hier Hybrid Autos groß im Kommen sind (sogar für richtig große SUV´s), man im Fernsehen nicht wirklich Nachrichten aus aller Welt erfährt, zumindest haben wir es öfter versucht, aber auf keinem Sender so recht was gefunden usw.….usw. Und so gibt es noch vieles mehr was wir erlebt, gelernt und wahrscheinlich auch öfter mal falsch verstanden haben, aber das gehört wohl dazu.
Die Entscheidung vorm Urlaub meine alte Kamera Canon EOS 10D gegen die EOS 40D abzulösen war auch definitiv richtig und ich könnte einige Momente aufzählen, wo ich die gute alte 10D ziemlich verflucht hätte.
So bleibt abschließend nach einer ramponierten Gucci Brille, einem verlorenen Manfrotto Stativ, einer Casio Exilim mit kaputtem Display, einem wahrscheinlich noch immer im Pazifik treibenden Lieblingsohrring von Jasmin, einem runter gefallenem Notebook (ist wirklich nicht so viel dran kaputt) zu sagen: Vielen Dank an die Kommentarschreiber und alle anderen, die hier ab und zu mal reingesurft sind, um zu sehen was wir so machen. Wir hoffen, wir konnten einen kleinen Eindruck davon geben, wie die Uhr hier tickt und freuen uns gleichzeitig auf so ein ausführliches Reisetagebuch zu haben, was uns an die schöne Zeit hier erinnert.
This vacation was awesome and priceless!
Bis hoffentlich ganz bald,
René und Jasmin























